“Home, Sweet Home” für Tino Bode in Seeben

Er wird als erfolgreichster Fahrer Sachsen-Anhalts gehandelt und wurde diesem Ruf gerecht. Lokalmatador Tino Bode ließ am vergangen Wochenende nichts anbrennen und siegte souverän in der schweren Klasse der Zweispänner. Mit ihm feierten auch Vereinspräsdent Paolo Fornar und Schatzmeister Matthias Pfeifer weitere Erfolge.

Zu einem ungewohnt frühen Zeitpunkt startete die Seebener Pferdewoche 2011 mit dem Fahrturnier. Statt wie gewohnt im Juli, sollte der Mai der Monat der Wahl sein, um die Reitsportveranstaltung zu beherbergen. Doch nicht nur das Datum sollte eine wesentliche Veränderung darstellen, denn auf Grund der veränderten Ausschreibung gingen weniger als 50 Gespanne an den Start. Zwar wurde wiederholt die Fahrprüfungen der Klassen A und S ausgeschrieben, die der Klasse M jedoch gestrichen. Dies führte zur Dezimierung der Gespanne, worunter die sportliche Qualität jedoch keinesfalls gelitten hat.
Im Gegensatz  zur monotonen Sprecherstimme sorgte der Seebener Tino Bode für viel Begeisterung unter den angereisten Zuschauern und bei seinem persönlichen Fanclub. In der Dressur mit 14 Punkten Vorsprung bereits an die Spitze gefahren, musste sich der Prussendorfer Bereiter im Gelände nur sich selbst geschlagen geben. Um den Hattrick perfekt zu machen, fehlte Bode lediglich der Sieg im Hindernisfahren, welchen jedoch der Seebener Vereinspräsident Paolo Fornara zu verhindern wusste. Als einziger fehlerfrei, absolvierte der gebürtige Italiener den Parcours und verwies damit Tobias Weiß und Tino Bode auf die Plätze zwei und drei.

Unter den Pony-Fahrern stach in der Gesamtwertung Nicky Paluszek hervor und gewann nur knapp vor Arnim Rieseler die Wertung der schweren Klasse.  Paluszeks absoluter Siegeswille fiel während der Geländeprüfung auch ein Baumstamm zum Opfer, welcher dem direkten Kontakt mit seiner Kutsche nicht stand halten konnte und umfiel. Zum Glück geschah dieser kleine Unfall während des letzten Startes in der Geländeprüfung, sodass die “Baumanschaft” des Veranstalters den ledierten Baumstamm in Ruhe wieder sicher und standhaft aufstellen konnte.

Das Seebener Gelände mit liebe zum Detail

Lässt man den Blick durch die Hindernisse der Geländeprüfungen schweifen, bleibt dieser in unregelmäßigen Abständen hängen, um die liebevoll in Szene gesetzten Details wahrzunehmen und zum Teil mit einem Schmunzeln zu betrachten. Dies beginnt schon bei dem, mit einer Abschwitzdecke ausgestatteten Plastikpferd, welches mit frischem Gras im Maul so manchen Zuschauer verblüfte. “Ich musste erst einmal nah ran gehen, um festzustellen, dass das Pferd garnicht echt ist. Kein wunder, dass es so still steht!”, ließ eine interessierte Besucherin verlauten und musste über ihren eigenen Irrtum lachen. Die Aktivierung der Lachmuskulatur sollte aber so schnell kein Ende nehmen, denn mit den schmunzelnden, aber doch etwas schockierten Blicken über die zwei aufeinanderliegenden Beinpaare im Heuboden eines weiteren Hindernisses sollte  die Muskulatur weiter angespannt bleiben. Den Überblick über all diese und weitere Dekorierungen im Gelände behielt die Schaufensterpuppe auf dem, eigens für das Turnier aufgestellten Hochsitz. Diesen Platz hätte so mancher Zuschauer gern getauscht, um in den Genuss der Aussicht über das Gesamte Turniergelände zu kommen.

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