Philippe Le Jeune auf Goldkurs in Kentucky

Fulminant zeigte sich der der Belgier Philippe Le Jeune auf seinem BWP-Hengst Vigo D´Arsouilles im Rolex-Stadium während der Weltreiterspiele in Kentucky 2010.  Mit vier fehlerfreien Ritten im Finale der Rolex Top Four bewies er sein reiterliches Können auch auf den für ihn fremden Pferden. Als härtester Gegner stellte sich an diesem Abend jedoch nicht der Olympiasieger aus Beijing 2008, Eric Lamaze, oder der Weltmeister von 1998, Rodrigo Pessoa heraus. Entgegen jeder Vermutung konnte sich der Saudi-Araber Abdullah Al Sharbatly heraus, welcher mit Zahnspange und Sporen gewappnet lediglich die Pferde seiner Gegner fehlerfrei durch den Parcours führte. Gleich zwei Abwürfe kassierte er hingegen mit seinem eigenen Pferd, der KWPN-Stute Seldana di Campalto. Ob es nun Können oder pures Glück war, auf diese Frage schien die gesamte Fachwelt im ersten Moment keine Antwort zu kennen. Al Sharbatly war das alles in diesem Moment total egal und so sah jeder der knapp 7000 Zuschauern, wie man sich über eine unverhoffte Silbermedaille freuen kann. Die Freude des Siegers schien im Moment der Ehrung hingegen nicht über ein freundliches Lächeln hinaus zu kommen. Eher introvertiert aber glücklich wirkte der Belgier auf dem ersten Podestplatz und posierte im Flutlicht und Blitzgewitter hunderter Fotografen für das Siegerbild.

Der undankbare vierte Platz ging an diesem Abend an Rodrigo Pessoa. Der Routinier fand in der Finalprüfung nicht den gewohnten Rhythmus und musste sich nach zahlreichen Fehlern für Abwürfe und Zeitübschreitung mit dem vierten Platz zufrieden geben.

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