private-hengsthalter.de – Fotoklau mit Dreistigkeit

Wenn man mit jemanden Pferde stehlen kann, dann ist diese Person ein sehr guter Freund und es umgangssprachlich gemeint. Bewirbt man allerdings seine Dienstleistung als Pferdefachmann und kann in diesem Fall zwischen Recht und Diebstahl nicht mehr unterscheiden, dann sind das die Betreiber vom private-hengsthalter.de.

Jeder der mich gut kennt weiß, dass man mit mir über nahezu alles reden kann und bei ökonomischen Anfragen auf keinen sturen Kopf stößt. Jenen Personen ist allerdings auch bewusst, dass ich ein hohes Maß an Rechtsbewusstsein habe, Regeln beachte, ohne dabei ein Engel zu sein. Rechte müssen eingehalten werden, denn sonst funktioniert keine Gesellschaft.
Diese Achtung vor dem Gesetz scheint Tanja Schramm als inhaltlich Verantwortliche der Webseite www.private-hengsthalter.de nur partiell zu haben. Mit dem Slogan „Sie suchen ein Pferd? Wir gehen mit Ihnen auf Einkaufstour!“ bewirbt die Webseite eine Dienstleistung, welche eine vermeintliche Professionalität erwarten lässt. Wenn man jedoch einkaufen geht, sollte die Rechnung bezahlt bzw. keinesfalls geklaut werden, denn beides wäre illegal. „Klauen“ ist dabei kein Kavaliersdelikt, was Tanja Schramm allerdings nicht davon abhielt auf meiner Seite ein Foto per „copy and paste“ (Kopieren und einfügen) zu entwenden und anschließend für Werbezwecke zu verwenden.
Bilderklau mit Dreistigkeit Geschützt sind meine Fotos mittels eines Wasserzeichens, das eindeutig das gesamte Foto belegt. Mittels spezieller Fotodatenbank-Software ist es nun jedem möglich, ein Foto entweder in Papierform oder Digital zu erwerben. Unter anderem gibt es die Möglichkeit spezielle Nutzungsrechte zu erwerben, wie auch die für die einmalige Werbenutzung. Diese Unterteilung ist dabei kein „Hokuspokus“, sondern gängiges Recht und eindeutig unter jedem Foto einsehbar.
2014_Digitale_Preisliste_FotodatenbankDie Missachtung verletzt dabei das geltende Urheberrecht, welches eine Nutzung ohne vorherige Genehmigung des Urhebers untersagt. Dabei überzeugt Tanja Schramm, welche eine professionelle Beratung bewirbt, mit absoluter Frechheit und klaut trotz eindeutiger Rechtsgrundlage, meiner allgemeinen Geschäftsbedingungen und dem nicht zu übersehenden Wasserzeichen ein Foto aus meiner Fotodatenbank. Zudem besitzt sie die Dreistigkeit, mir mittels Kontaktformular meiner Webseite, eine Anfrage zu versenden, in welcher die aktuelle Nutzungs des geschützten Bildes bestätigt wird. Das das Pferd in dieser Reihenfolge förmlich von hinten aufgesattelt wird, sollte der inhaltlich Verantwortlichen bewusst sein.

Frech siegt? Manchmal ja. Dreistheit auch? Vielleicht auch. Aber ist es in Ordnung offensichtliche und eindeutige Rechte zu missachten?
Was haltet ihr von diesem Vorgehen? Professionalität wird beworben, aber die einfachsten Regelungen missachtet. Schafft das Vertrauen und ist es richtig? Letzteres auf keinen Fall!

PS: Bei der Erstellung meiner Fotodatenbank wurde ein Rechtsbeistand hinzugezogen, um eine rechtlich sichere und einfach zu verstehende Präsentation meiner Fotos zu erzeugen.

—————————————————————————————————

UPDATE: Das Bild wurde als Reaktion noch in der Nacht vom 21. zum 22. April 2014 von der Betreiberin der Webseite, Julia Schramm, entfernt.

Diskussion

  1. Thomas schreibt:

    WOW! Wurde mal Zeit, dass es mal jemand anspricht….Ich werde als Fotograf auch öfters damit konfrontiert, dass Bilder von mir im Internet herumgeistern – GEKLAUTE Bilder. Je nachdem wo sie eingestellt werden, sage ich meistens gar nichts. Aber, wenn meine Bilder für gewerbliche Zwecke verwendet werden, da hört der Spass auf!
    Ich kenne niemenden, der sich gern beklauen lässt und zwar auch noch dreist. Bilderklau lohnt nicht, es wird teuer für die Betroffenen. Man kann auch nicht von der Strassenauslage eines Geschäftes einen Apfel klauen und nachher sagen:
    A. Es lag so da, da dachte ich ich kann es nehmen
    B. Es ist doch nur ein Apfel, stellt Euch nicht so an!

    Wenn man seine Mitmenschen und deren Leistung nicht respektiert…tja…Ist halt die Pferdebranche: Viele grosse Sprüche, aber keine 10 Euro bar in der Tasche für ein Bild!!!

  2. Sandra schreibt:

    Mir war bis dato auch nicht bewusst, dass auf Webseiten, auf denen Fotos zum KÄUFLICHEN Erwerb angeboten werden, Selbstbedinung herrscht. Vielleicht ist einigen die “Ware” Foto nicht bekannt?! Natürlich ist ja anschließend per Kontaktformular nett gefragt worden, doch allem Anschein nach ist der Dame der “normale” Weg einer Kaufabwicklung nicht geläufig.
    Es ist schade, dass Fotografen, die sich teures Equipment kaufen, viel Zeit und Aufwand in ihre Arbeit und auch in die Gestaltung einer Webseite stecken, “ausgenutzt” werden, um an passende Werbefoto´s zu gelangen. Ich würde sagen Professionalität sieht anders aus…..

  3. Lilly schreibt:

    Ich kenne das von Kindheit an so, dass ich erst bezahlen und dann essen/nutzen/geniessen kann. Wo gibt es das, dass man erst die “Ware” mitnimmt/nutzt und dann – nachdem es deswegen Ärger gibt – bereit ist zu zahlen? Nirgendwo…wenn ich sowas machen würde und meine Eltern bekämen es mit, oje da würde es mächtig Ärger geben. Und das mit Recht!

    Wer dich vom Turnier und Fotos her kennt (so zB ich ;-)) weiss dass man mit dir über alles reden kann. Ich habe es in den letzten Jahren nie anders erlewbt zumindest. Aber solche Sachen wie hier geschildert braucht kein Mensch. Ich frage mich wie man als Firma/Geschäftsfrau die Sachen so handhaben kann.

    Lustig ist dabei, dass auf der Webseite der “Pferdevermarktungagentur PVA” (= private-hengsthalter.de ) ein Hinweis auf das **eigene** Urheberrecht steht. Hat im aktuellen Fall eine gewisse Komik :-))))))

Knigge:Kommentare mit falscher Mail-Adresse werden gelöscht.Beitraege, die rechtlich bedenklich, beleidigend oder sonst irgendwie anstoessig sind, werden bei Kenntnisnahme ebenfalls gelöscht.