Dresdner Grand Prix 2014 – Hochkarätiger Dressursport

Spätestens seit den Adventsturnieren ist der Reitverein Gompitz e.V. in nationalem und internationalem Munde. Seit 2010 macht sich der sächsische Verein speziell im Dressursport einen weiteren Namen und beeindruckt mit dem einzigartigen Flair des „Dresdner Grand Prix“ international erfolgreiche Sportler.

Großes Staunen gab es bei den Pferdepflegern und Reitern, als sie am letzten Wochenende zum Dresdner Grand Prix anreisten. An den sonst kargen Boxentüren hing eine kleine Tüte mit einem Präsent, darin enthalten eine Möhre, ein Apfel und Leckerlis vom Veranstalter. Eine obligatorische Süßigkeit für die Reiter durfte natürlich auch nicht fehlen.
Nach diesem ersten freudigen Moment folgte umgehend der zweite, denn beim Blick aus dem Boxenfenster hatten die Vierbeiner eine geniale Aussicht über die Landeshauptstadt Sachsen. Ein klein wenig Neid kam da bei dem einen oder anderen auf, denn diese einzigartige Kulisse hatten Sie in ihrem Hotelzimmer wohl nicht.
Eine herrliche Kulisse beim Dresdner Grand PrixDoch zum Wellness-Urlaub ist an diesem Wochenende keiner der Beteiligten gereist. In Dressurprüfungen bis zum Grand Prix Special, der schwersten Dressurprüfung, die diese Disziplin zu bieten hat, sollten die Gewinner ermittelt werden. Neben den Routiniers bot der RV Gompitz dem Nachwuchs eine Plattform, um sich sportlich zu präsentieren. Die großen Finals wurden am Sonntag ausgetragen und den Auftakt machte eine internationale Junioren-Dressurkür. Zum Sieg tanzte hier der Sachse Philipp Stanslowski mit Logenbruder zur Musik des King of Pop. Ihm gelang es am Nachmittag, mit einem fünften Platz im Finale des Mitteldeutschen Jugend Dressur-Cup 2014, die Gesamtwertung zu gewinnen. Leicht hatte er es gerade in dieser Prüfung dennoch nicht. Ein kräftiger Regenschauer während des Rittes trübten den Durchblick, doch der Sachse blieb wie auch die Temperaturen des Tages „cool“.
Neben den Nachwuchsreitern konnten sich in Dresden auch Nachwuchspferde mit Perspektive für den internationalen Sport beweisen. In einer Qualifikationsprüfung zum legendären Nürnberger Burgpokal stellten sich sieben bis neunjährige Dressurpferde den strengen Blicken der Jury. Hier sicherte sich die Mannschafts-Olympia-Silbermedaillen-Trägerin von London 2012, Dorothee Schneider auf Kiss Me, den dritten Platz. Die Amazone musste sich ihren männlichen Konkurrenten Hartwig Burfeind mit Lapagenos auf Rang eins und Holga Finken mit Haydn auf Rang zwei geschlagen geben.
Dresdner Grand PrixIm anschließenden Grand Prix Special konnte sich dann die Mannschafts-Olympia-Gold-Gewinnerin von Athen (2004) und Peking (2008), Heike Kemmer, gut platzieren. Auf ihrem Flash Dance LG sicherte sich die sympathische Reiterin den fünften Platz und genoss offensichtlich ihren dritten Besuch beim „Dresdner Grand Prix“. Dabei beeindruckte Kemmer durch das Erweitern des Vorbereitungsplatzes im Vorfeld ihres Starts. Sie nutzte zu Beginn des Abreitens die 800m lange Galoppstrecke um die hiesigen Koppeln, um Flash Dance LG in Ruhe und mit ausreichend Weitblick auf die bevorstehende Prüfung vorzubereiten und aufzuwärmen.
Die goldene Schleife für den Grand Prix Special bekam der Schimmel-Wallach Eliot unter dem mehrfachen Dressur-Landesmeister Brandenburgs, Jochen Vetters. Mit mehr als zwei Prozentpunkten setzte sich der Routinier von seiner Verfolgerin und zweitplatzierten Ulrike Kick auf Ruling Pedro ab.
Mit der letzten Ehrenrunde endete am Sonntag der „Dresdner Grand Prix“, welcher vor allem durch seine familiäre und professionellen Art beeindruckt. Jochen Vetters kündigte noch im Interview während der Ehrung sein Wiederkommen für 2015 an und hofft, dass diese Veranstaltung eine Zukunft hat. Diese sieht auch Jens Lattermann, als Mitglied der Turnierleitung. „Es gab keinerlei Kritik.“, freute sich der Dresdner und schaut schon jetzt voller Vorfreude in Richtung 2015, zur fünften Auflage der Veranstaltung.

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